Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“. 

Dieser bril­li­an­te Satz des im Jahre 1948 ver­stor­be­nen Karl Valentin trifft sicher­lich auch auf Venedig zu, der wun­der­ba­ren Lagunenstadt im Nordosten Italiens, der Stadt der Liebe, der Stadt auf Stelzen, „La Serenissima“ lie­be­voll genannt. 

Ein jeder Reisende wünscht sich auch hier irgend­wann mal Station zu machen, und auch wir haben es nun mit 50 Lenzen auf dem Buckel gemein­sam hier­her geschafft. Tanja schon mal in frü­he­ren Jahren, doch zusam­men scheu­ten wir bis­her immer die Reise in Commmisario Brunettis Heimat. Berichte über Kreuzfahrtschiffe vor San Marco und sich schie­ben­de Massen auf der Rialtobrücke schre­cken da doch ziem­lich ab. 

Mehrfach wur­den wir nun gefragt, wie denn das Reisen in Zeiten von Corona von­stat­ten geht. Grenzkontrollen, geschlos­se­ne Campingplätze etc., Regionen im Lockdown ver­lo­cken nicht gera­de, um das übli­che Reisen fort­zu­füh­ren, wie wir es in den ver­gan­ge­nen Jahren erle­ben durften. 

Nun, ein Satz des aus­wär­ti­gen Amtes bringt es offi­zi­ell eigent­lich recht gut auf den Punkt: „Reisen ist nicht erwünscht, jedoch nicht ver­bo­ten“. Ähnlich emp­fin­den wir aktu­ell das Durchqueren Italiens. 

Die Einreise über die Schweiz kom­mend fand ohne Kontrollen statt, eini­ge Campingplätze sind geschlos­sen, ein paar offi­zi­el­le Stellplätze (wie hier in Venedig) sind geöff­net und ermög­li­chen das Parken über Nacht. In allen Belangen blei­ben wir unbe­hel­ligt, kön­nen uns gemäß der loka­len Vorschriften mit Maske frei bewe­gen, wenn der Abstand in der Öffentlichkeit gege­ben ist, auch ohne Mund-Nasen-Schutz. Also immer den Kinnwärmer parat, um ggf. die Schnute und die Nase zu bedecken. 

Wer in Venedig z.B. auf Museumsbesuche, Palastbesichtigungen etc. Wert legt und abends dann im Restaurant gepflegt dinie­ren möch­te, der wird ent­täuscht – denn nichts davon ist mög­lich. Wer jedoch mit dem Vaporetto oder zu Fuß die Stadt erkun­den will, Kirchen, die Märkte, die lecke­re Pasticceria um die Ecke ent­de­cken möch­te, dem wer­den kei­ne Steine in den Weg gelegt… und kann die Piazza San Marco, die Rialtobrücke oder die Accademia unbe­schwert geniessen.

Ein klei­nes Fazit für uns am Rande nach 3 Tagen Venedig, Murano und Burano – wir ver­tra­gen nach­mit­tags ein­fach kei­nen Alkohol 😉.