Ich bin ja immer wie­der begeis­tert von Tanjas Fähigkeit, die klei­nen Perlen der Campingunterkünfte unter all die­sen Angeboten für frei­heits­lie­ben­de Ich-habe-immer-das-Eigenheim-bei-mir Zeitgenossen herauszupicken. 

Bei Giuseppina und Roberto, die lie­be­voll das Agricampeggio Maccari (www.agrimaccari.com) in der Nähe der tra­di­ti­ons­rei­chen Stadt Noto füh­ren, wer­den wir für 4 Tage und Nächte herz­lich aufgenommen. 

Eigentlich woll­ten wir ja nur 1–2 Tage blei­ben, um den vor sich hin müf­feln­den Wäschesack zu bear­bei­ten und ein paar klei­ne­re Wartungsarbeiten an Baloo vor­zu­neh­men. Doch dann hat uns zum einen das feuch­te Wetter und zum ande­ren die Herzlichkeit der Beiden ani­miert, doch etwas län­ger das Gummistiefelleben (ja, so etwas haben wir auch an Bord) auf dem Bauernhof zu genies­sen. Und was soll ich sagen…kaum das wir die Tiergehege begut­ach­ten, kön­nen wir als ers­te ein 5 min jun­ges Zicklein auf den wacke­li­gen Beinen bestau­nen – hier auf dem Bild ist es denn gera­de mal 3 Tage alt. Auf unse­re Frage hin, ob denn die Hoftiere gele­gent­lich auch auf dem Teller lan­den, ver­nein­te Giuseppina die­ses lachend, denn jedes der Tiere hat einen Namen – und damit sind es Familienmitglieder und blei­ben von die­sem Schicksal verschont. 

Apropos Teller, denn am letz­ten Abend wur­de uns die Ehre zuteil, gemein­sam mit der Chefin des Hauses ein ori­gi­nal sizi­lia­ni­sches Essen zu kochen und zu erler­nen. Seit gerau­mer Zeit ist Giuseppina Mitglied des AIC, der Associazione Italiana Chef, einer rund 5.000 Mitglieder umfas­sen­den Kochverbindung, und so nahm sie uns für ein paar Stunden unter ihre kuli­na­ri­schen Fittiche. Für uns stand also „Pasta à la Norma“ sowie „Cabonata“ auf dem Speiseplan, und wir konn­ten neben den lecker gefüll­ten Mägen noch den ein oder ande­ren Kniff mit auf den Weg bekom­men. Sprachlich wur­de es span­nend, denn bei einem deutsch-eng­lisch-ita­lie­ni­schen Mix durf­te goog­le-trans­la­ti­on fleis­sig unter­stüt­zen. Zumindest solan­ge, bis das zweite/dritte haus­ge­mach­te Rotweinglas die Knoten des Unverständnisses hat lösen können.