Gibt es einen authen­ti­sche­ren, spek­ta­ku­lä­re­ren und span­nen­de­ren Ort als einen Vulkan, um den Jahreswechsel 2020/2021 zu zele­brie­ren? Sich an einem Naturschauspiel der Extraklasse, einem spu­cken­den Vulkan mit glü­hen­der Lava, zu erfreu­en? Wohl kaum. 

Es ist der 31.12.2020, und wir ste­hen gemein­sam mit Ute und Uwe von www.travel2u.de am Hang des Ätna, um das neue Jahr zu begrü­ßen. Die Lichtung liegt auf rund 1.725 m Höhe nahe des Observatoriums und gewährt uns aus siche­rer Distanz einen frei­en Blick auf den Gipfel. Europas höchs­ter Vulkan mit 3.323 m ist seit Anfang Dezember 2020 wie­der an der Nordostflanke aktiv, 2 Magmakanäle ergie­ßen sich im Wechsel aus dem Erdinneren und spu­cken Magma in die Luft. Während tags­über die Sonne scheint und nur klei­ne­re Wolken gele­gent­lich die Sicht auf den rau­chen­den und damp­fen­den Schlot ver­de­cken, senkt sich ab 17.00 Uhr zum Sonnenuntergang die Dunkelheit über uns und wir war­ten auf das ersehn­te Leuchten. 

Die Voraussetzungen erwei­sen sich als ide­al, ‑2 Grad Celsius, wind­still, ster­nen­kla­re Nacht. Gegen 19.00 Uhr kön­nen wir die ers­te grö­ße­re Eruption beob­ach­ten. Und stau­nen wäh­rend des Fotografierens über die nach oben schies­sen­den Lavafontänen, beglei­tet von flie­gen­den Lavabrocken, die auf uns in der Distanz wie sprü­hen­de Funken wirken.

Kurz vor Mitternacht, um 23.50 Uhr, im Tal unter uns wer­den die ers­ten vor­ei­li­gen Feuerwerksraketen und Böller abge­schos­sen, glüht der Berg. Es leuch­ten die bei­den Schlote über uns im Wechsel und prä­sen­tie­ren uns ein unver­gess­li­ches Naturfeuerwerk. Während wir uns zupros­ten, las­se ich die Videokamera lau­fen und las­se mich vom Ergebnis im Anschluß über­ra­schen – was ein Spektakel. 2021 kann beginnen. 

Wir wün­schen allen, Familie, Freunden und hier Mitlesenden einen guten Start ins neue Jahr.