Würde ich Whisky trin­ken, dann wäre die­ses 1000 Jahre alte Eis die ers­te Wahl. 

Am süd­li­chen Ende des größ­ten Eismassivs aus­ser­halb der Arktis und Antarktis, dem Vatnajökull, drän­gen eine Vielzahl von Gletschern dem Meer ent­ge­gen und fas­zi­nie­ren das Auge mit sur­rea­len Stimmungen. Am Fuße eines die­ser Gletscher, dem Jökullsarlon, bil­de­te sich am Gletscherrand eine Lagune, die zu einem der attrak­tivs­ten Fotospots der Welt gehört. Denn gleich dahin­ter befin­det sich der der „black sand beach“, an dem die Eisbrocken wie­der durch die Meeresströmung zurück an den Strand gespült wer­den und lang­sam dahin­schmel­zen. Doch nicht nur sie schmel­zen dahin – auch die Besucherinnen und Besucher las­sen sich von dem täg­li­chen Schauspiel ein­fan­gen und ver­fol­gen das sich immer wie­der­keh­ren­de Schauspiel. 

Doch die Natur wäre nicht Natur, wenn sie nicht ihr eige­nes Drehbuch ver­folgt. Am Abend zuvor war die Lagune nach Auskunft ande­rer Besucher leer. Der ablan­dig inten­si­ve Wind der Nacht press­te eine Vielzahl von frisch abge­bro­che­nen Eisbrocken in die Lagune – und gewähr­te uns trotz feh­len­der Sonne ein unver­gess­li­ches Erlebnis. 

Vielleicht soll­te ich es mir doch noch mal mit dem Whisky über­le­gen 😉.