Sie sind die gefühlten Stars auf den Färöer Inseln. Wenn die kleinen putzigen Federviecher in Sichtnähe geraten, sind alle Betrachter aus dem Häuschen. Rund eine halbe Million Papageientaucher (engl. Puffins) sammeln sich zwischen April und August auf den Inseln.

Ein Bericht der färöerischen Nachrichten von 2017 umschreibt das Kommen und Gehen sehr treffend:

Die ersten Papageientaucher werden auf den Färöern erwartet. Sie treffen am 14. April ein, welches nach alter färöischer Zeitrechnung der Beginn des Sommers ist.

Für eine Weile halten sie sich nur auf dem Wasser auf. Danach kommen sie allmählich an Land, verbringen dort jedoch nur kurze Zeit, bevor sie wieder auf das Meer zurückfliegen, um am „Gamla Summarmála“, dem „alten Sommeranfang“, am 26. April, endgültig an Land zu kommen und ihr Nest zu reinigen. Obwohl die Paare den Winter getrennt über verbringen, kommen sie Jahr für Jahr wieder zusammen und legen ungefähr Mitte Mai, um den 20. Mai herum, in der gleichen Nisthöhle ein Ei, das weiß und grau gefleckt ist.

In den letzten Jahren waren die Geburten stark rückläufig, viele Junge verhungerten in ihren Höhlen, da nicht genügend Futter vorhanden war. Die Papageientaucher ernähren sich überwiegend vom Sandaal. Doch hat sich der Bestand in den zwei letzten Jahren glücklicherweise wieder ein wenig erholt.

Die „beste Zeit, Papageientaucher zu jagen“, ist Anfang bis Ende Juli. Die Saison, „Fleygingartíð“ beginnt am 2. Juli, der Syftunsøka, und endet zur Ólavsøka, am letzten Juliwochenende.

Mitte August, um den 17. August herum, verlassen die Vögel die Färöer, um den Winter auf dem Atlantik zu verbringen. Einige wenige bleiben jedoch auf den Inseln zurück.“