Ich erin­ne­re mich noch an den Sommer 2003, als die Färöer-Inseln die Qualifikation zur Fussball EM gegen Deutschland spiel­ten – und erst in der 89. und 90. Minute zwei Tore kas­sier­ten. Wie knapp ist man damals einer Blamage ent­gan­gen, Kreisklasse gegen Weltmeister … und wie sehr ist das aus 18 Inseln bestehen­de Archipel mir erst­ma­lig ins Bewusstsein geraten. 

Ja, da gibt es ein paar Inseln irgend­wo zwi­schen Großbritannien, Norwegen und Island. Mit 50.000 Einwohnern spie­len sie nicht gera­de eine zen­tra­le Rolle in der Weltpolitik. Landschaft, Natur – kei­ne Ahnung…kalt wird es wohl sein. 

Und nun haben wir bereits 3 Tage und Nächte auf den Inseln ver­bracht – und sind über­wäl­tigt. Von der gran­dio­sen Landschaft, den schrof­fen Felsen, die tief ins tief­blaue Meer abfal­len, umrahmt von immer­sat­tem Grün. Von den anpas­sungs­fä­hi­gen Tieren; ob Schafen, Pferden und Vögeln mit der täg­li­chen Futtersuche und Nachwuchspflege beschäftigt. 

Alle set­zen sich hier der rau­en Natur aus und trot­zen wid­ri­gen Wetterbedingungen. Rund 300 Regentage sor­gen für einen per­ma­nen­ten Nachschub an Wasser für die schier end­los erschei­nen­den Bäche und Wasserfälle. 

Wir haben erst 4 der Inseln im Ansatz bereist und wis­sen schon jetzt, das die 10 Tage natür­lich nicht aus­rei­chen wer­den, um all die Facetten der Schafsinseln, wie Färöer über­setzt heisst, zu ent­de­cken. Doch wir neh­men es wie es kommt – und jeder Tag ent­lockt ein neu­es Aah und Ooh.