Montenegro – unser aktu­el­les Ziel. Was ich nun davon hal­ten soll, das mir dabei spon­tan „James Bond: Casino Royale, 2006“ ein­fällt, nun ja, doch habe ich halt alle Flime min­des­tens ein­mal gese­hen. Das prägt wohl. Verfolgungsjagd an der Küste, Pokerturnier im Luxushotel. Genau die­ses Luxushotel woll­te ich mir ger­ne anse­hen, wenn ich denn schon mal in dem klei­nen Land an der Mittelmeerküste wei­le. Und was muss ich dann bei der Onlinerecherche fest­stel­len? Die schum­meln ja beim Film, das Hotel befin­det sich in Karlsbad/Tschechien (Hotel Pupp). Nix mit Montenegro. 

Nun, dann wol­len wir uns wohl mit den wirk­li­chen Sehenswürdigkeiten Montenegros aus­ein­an­der­set­zen und ver­fol­gen die Route gen Norden, kom­men auf Grund der gerin­gen Distanzen zügig vor­an und besu­chen die Küstenstädte 

  • Ulcinj (die süd­lichs­te Stadt mit attrak­ti­vem Altstadtkern), 

  • Stari Bar (eine mäch­ti­ge Festungsanlage am Hügel Londša am Fuße des Berges Rumija sowie ein über 2000 Jahre alter Olivenbaum), 

  • Budva (von Venezianern erbau­te Steinmauer rund um die Altstadt) und 

  • Kotor (mit mäch­ti­ger Befestigungsmauer vor dem Gebirgsmassiv Lovćen). 

Sie alle haben gemein, das sie die für Touristen attrak­ti­ve Anziehungsformel besit­zen, die da lautet:

Sonne + Meer + alter­tüm­li­cher Stadtkern = Attraktion

Auch wir wol­len uns die­ser schlich­ten Gleichung nicht ent­zie­hen und ver­su­chen den Besuch auf die frü­hen Morgen- oder Abendstunden zu legen, mehr oder weni­ger erfolg­reich. Denn die kna­cki­gen 30 Grad in der Mittagshitze las­sen sich dann am bes­ten mit einem Eis aus einem der zahl­rei­chen Straßenangebote aushalten. 

Bevor wir uns in die hof­fent­lich kühe­ren Bergregionen zurück­zie­hen, bestau­nen wir noch den nahe Kotor geschaf­fe­nen Luxuxhafen Porto Montenegro. Eine Yacht reiht sich an die ande­re, umringt von mon­dä­nen Luxushotels. All dies erscheint unwirk­lich, doch ins­be­son­de­re die Bigfoot-Skulpturen brin­gen uns das ein und ande­re Mal zum Schmunzeln und Lächeln.