Enver Hoxha, von 1944 bis 1985 war er Generalsekretär des ZK der Partei der Arbeit Albaniens und damit de fac­to dik­ta­to­ri­scher Herrscher der Sozialistischen Volksrepublik Albanien, drück­te Albanien über 4 Jahrzehnte sei­nen poli­ti­schen Stempel auf. Und muss wohl ein ziem­lich para­no­ider Zeitgenosse gewe­sen sein. 

Denn aus Sorge vor einer Invasion aus­län­di­scher Mächte ließ er in der Zeit von 1972 und 1984 rund 200.000 Bunker, über das gan­ze Land ver­teilt, erbau­en. Ziel war es wohl, ins­ge­samt rund 750.000 Bunker zu erbau­en, die genaue tat­säch­lich fer­tig gestell­te Anzahl kennt wohl letzt­end­lich nie­mand genau. Ganze Berge wur­den schein­bar durch­lö­chert, um die Sicherungsanlagen aus „schi­ckem“ Beton an allen mög­li­chen Verteidigungspunkten zu posi­tio­nie­ren. Ein paar die­ser Bunker, deren wir eini­ge zu Gesicht bekom­men haben, foto­gra­fier­ten wir zur Dokumentation. 

Nun weil­ten wir knapp 3 Wochen in Albanien, durf­ten die freund­li­chen und herz­li­chen Menschen ein wenig ken­nen­ler­nen. Und begeg­ne­tem einem Land, das sich ger­ne wirt­schaft­lich und tou­ris­tisch wei­ter ent­wi­ckeln möch­te. Sich jedoch der Vergangenheit noch nicht ent­le­di­gen konn­te, obwohl nach dem Tod Hoxhas 1985 im Anschluß Stück für Stück eine poli­ti­sche Zeitenwende ein­ge­lei­tet wurde. 

In vie­len Belangen wur­den wir posi­tiv über­rascht, die Straßen, die ange­kün­dig­ten streu­nen­den Hunde, die schlech­te Wasserqualität, der her­um­lie­gen­de Müll – all dies hat­ten wir eigent­lich schlim­mer erwar­tet. Auf jeden Fall für uns ein tol­ler Reiseabschnitt unse­rer Lebensreise … und wir sind gespannt auf unser nächs­tes Reiseland, Montenegro.