Der Nachmittag hät­te so schön enden können. 

Wir steu­ern einen eta­blier­ten Strandparkplatz über eine Schotterpiste an und len­ken Baloo vor­bei an einem nahe­ge­le­ge­nen See im Moorgebiet. Kleinere Schlaglöcher ver­an­las­sen mich zum mini­ma­len Korrekturlenken, mal nach links, mal nach rechts. Und plötz­lich pas­siert es. Die lin­ke, vom Morast auf­ge­weich­te Straßenkante bricht unter unse­rem Gewicht weg – und Baloo lan­det unver­se­hens mit den lin­ken Reifen im Schlamm. Und wir set­zen auf. Ende der Fahrt. Heftige Schräglage, und ich ver­su­che mit der akti­vier­ten Differenzialsperre eine vor­sich­ti­ge Rückwärtsfahrt. Keine Chance sich aus die­ser Position mit eige­ner Kraft zurück auf den Schotterweg zu hie­ven, da die Achsen aufliegen.

Während wir prü­fen, ob wir mit Hilfe von Sandblechen und den an Bord befind­li­chen Hebekissen die lin­ke Seite nach oben brin­gen und unter­füt­tern kön­nen, bie­tet ein vor­bei­kom­men­der PKW Fahrer an, die Feuerwehr zu rufen. Gesagt und getan, doch die­se fühlt sich nicht zustän­dig und will nicht kom­men. Doch dies erfah­ren wir erst eine gute hal­be Stunde spä­ter, als der nächs­te hilfs­be­rei­te Grieche die Situation mit begutachtet. 

Der Einsatz der Hebekissen wird ver­wor­fen, da die Schotterpiste schon beim Anblick an der Kante abbrö­selt, ich fin­de kei­ne Auflastpunkte. 

Eine Sorge, das Baloo wei­ter abkippt, habe ich zum aktu­el­len Zeitpunkt nicht, auch wenn sich die Furche bin­nen kür­zes­ter Zeit mit Moorwasser füllt. Wir prü­fen die Option eines Kraneinsatzes, der jedoch am fol­gen­den Montag, also mit 40 Stunden Verzögerung ein­tref­fen könn­te. Oder doch lie­ber der Radlader des neben uns ste­hen­den Griechen, der in 20 min das Herausziehen wagen wür­de, ohne jedoch die Verantwortung über­neh­men zu wol­len, logi­scher­wei­se. Wir ent­schei­den uns für die zwei­te Option – was sich auch als abso­lut rich­tig her­aus­stel­len soll­te. Denn mit Präzision und Kraft stand Baloo nach dem Herausziehen im Rückwärtsgang wie­der sicher auf allen 4 Rädern, wenn auch ein wenig mit Schlamm besu­delt. Wie das halt so ist, wenn Kinder im Schlamm spielen.

Der Tag danach ist mit Reinigung und tech­ni­scher Prüfung aus­rei­chend gefüllt – und dabei fra­gen wir uns, war­um eigent­lich in ande­ren Blogberichten mit Schlamm und Matsch nie jemand über die undank­ba­ren Saubermachaktionen hin­ter­her schreibt? Baloo hat im Übrigen alles ohne grö­ße­re Blessuren über­stan­den 😉.