Fähre:


Fährbuchung sehr kompetent via E-Mail oder auch am Telefon bei Smyrilline. Preise sind transparent und nach Saisonzeiten variiert der Preis beträchtig.

Katja Kallmayer www.smyrilline.com


Die Fähre macht einen sehr guten Eindruck, die Autos werden sehr eng selbstständig in den Cardecks geparkt (man sollte sich gut den Eingang, Postion und das Deck merken, ggf Fotos machen). Man kann sich gut selbstversorgen oder auch Snacks an Bord kaufen (Pizza z.B. 95 Kr). Unsere Fahrt war sehr ruhig und wir konnten auch gut schlafen in der Innenkabine. Leider kostet sogar das heiße Wasser 10 Kronen, Kaffeebecher 22 Kronen. 2 Hotdogs gibt es als Spezialpreis für 59 Kronen.
Bei Abreise Hirtshals wurde nach dem Check In (im Auto) direkt eine Linie für den Coronatest (Rachenabstrich) gebildet und dann konnte man direkt aufs Schiff fahren und in seine Kabine gehen. Alles in allem hat es ca 30 min gedauert ohne Aussteigen.
Ankunft in Torshavn war ebenfalls sehr problemlos. Man muss seine Kabine ca 1 h vor Ankunft verlassen und kann ca 10 min vor Ankunft sein Auto suchen. Wir hatten keinerlei weitere Kontrollen und sind direkt zur Campsite gefahren. Hier ist durchaus eine Reservierung empfohlen, gerade wenn man spät ankommt. Es ist der nächste Campingplatz an der Fähre und jeder sucht diesen auf, der kein Hotel gebucht hat.


Zeitverschiebung:
Minus 2 h im Juli 2020.


Einreisebestimmungen:
Auf die Alkoholvorschriften und Lebensmitteleinfuhr des Zolls achten.


Internet:
Island gehört in der Regel zum Roaming der EU. WLAN ist oft eine Rarität und auf Campingplätzen manchmal gegen Aufpreis zur Verfügung. Es lohnt sich eine Datensim bei SIMINN zu besorgen, wir bekamen 10GB für 2900 ISK.


Preise für Lebensmittel:
Die Preise sind 30-50% höher als in Deutschland. Vor allem gibt es wenig Auswahl bei Obst und Gemüse. Oft ist das lose Gemüse erheblich günstiger als das Abgepackte. Es lohnt sich bei großen Supermärkten in größeren Städten einzudecken. Die Preise in den Supermärkten egal, ob in einem kleinen Dorf oder größere Stadt sind identisch. Ab und zu bekommt man auch frisches Sauerteigbrot, Baguette oder ähnliches. Aufbackbrötchen gibt es nur als TK-Ware. Meine Reihenfolge der Lieblingseinkaufsmärkte sind Kronan, Bonus und dann Netto.

ca. Kosten Einkauf Island in ISK Juli- 2020:
12 Eier 629
500g Butter 593
1,5kg Kartoffeln 359
1 l Milch 169
Lachssalat 389
Ital Salat Erbsen/Möhren (dän) 269
Huhn je kg 2200
Lachsfilet frisch je kg 2798
Sellerie je kg 429
Paprika je kg 539
Tomaten je kg 249
Champignons 250g 449
Äpfel je kg 399
Bananen je kg 298
Radischen 250g 229
Grapefruit je kg 299
Frische Miesmuscheln je kg 1400

0,5 l Bier kosten ca 9€
Empfohlende Reisedauer:

Es ist schwer zu sagen, die Strecken können lang werden. Wir würden raten, wenn die Zeit knapper ist, sich eine Region (diese dann nach Wetter) auszusuchen und diese in Ruhe zu bereisen. In 3 Monaten kann man gut um die Insel fahren, manche Wege 2* und auch das Hochland besuchen, allerdings auch nicht in aller Ruhe, da die Wege alle Zeit brauchen. 

In Island sollte man Ruhe, Natur und Einsamkeit mögen, Kühle und ständige Wetterwechsel. Es gibt kaum Lichtverschmutzungen. Wir hatten selten Temperaturen um 14 Grad, eher im einstelligen Bereich, Mitte September dann auch Schnee bei knapp unter Null.

Empfohlende Reiseroute:
Unseres Erachtens sollte man in Abhängigkeit der Reisedauer sich überlegen, was man wirklich und unbedingt sehen will und dann entsprechend der aktuellen Wetterkarte die Richtung festlegen. Was hilft’s wenn die Puffins in Latrabjarg ab Mitte August weg sind, aber Dauerregen angekündigt ist und man auch deswegen nichts sehen könnte. Das Wetter auf vedur.is ist ein guter Indikator für die Richtung. Manche Wege lohnen sich auch 2*, weil der Blickwinkel sich damit ändert und man auch je Richtung andere Dinge wahrnimmt. Auch der Jahreszeitenwechsel bringt viel Abwechslung.

Maut: Den Tunnel bei Akureyri kann man gut umfahren, 15km länger auf der Straße. Im Winter ggf problematisch.

Was muss mit?

Eindeutig folgendes: Regenjacke, Regenhose sowie Badekleidung, solide Wanderschuhe. Immer nach dem Zwiebel-Prinzip. Wir sind als Norddeutsche wechselhaftes Wetter gewohnt. Aber Island ist unberechenbar. Es kann sich sehr schnell ändern. Eben noch war es kalt, windig und regnerisch und plötzlich scheint die Sonne und windstill. Also immer gute Funktionskleidung und auch warme Unterwäsche nicht vergessen. Manchmal sind es auch nur 10km Fahrt, die das Wetter vollständig ändern und plötzlich steht man im Nebel.

Highlights:

Island ist ein einzigartiges Naturparadies.
  • Jökullsarlon/ Fjärlsarlon
  • Kerlingafjoll– Hvaradalier
  • Studlagil Canyon an der 923
  • Snaefellsnes 

 Lowlights:

  • F208 von Landmannalauga – Straße zieht sich und drumherum ist nichts sehenswertes
  • F35 ab Hvaravellier Richtung Norden eher langweilig
  • Vestrahorn (Eintritt 900 pP) lohnt sich wirklich nur bei guter Sicht

 Reiseführer/-karten:

Den detailierten Straßenatlas von Island können wir sehr empfehlen, jeweils die neueste Ausgabe. Ansonsten hat uns immer das jeweilige Touristenzentrum vor Ort gut mit Informationen versorgt, es sind auch gute Anlaufstellen für WIFI oder sonstige Belange. 

Straßen:

In Island wurden in 2020 während unserer Fahrt sehr sehr viele Straßen geteert, geflickt und ausgebaut. Wirklich schlecht war nur die Straße nach Latrjabjarg an den Westfjorden und die F910 nach Askia.


Stellplätze:

Kurzer Hinweis zur Camping Card. Wir haben diese auf der Fähre gekauft, würden es aber voraussichtlich nicht wieder tun. Die Plätze sind in der Regel an unattraktiven Standorten, haben meistens keine guten Sanitäranlagen und häufig sind es auch Wiesen an Hauptstrassen. Vorher genau prüfen, ob man diese Plätze in den Regionen überhaupt anfährt. Die Karte ist auch nutzbar an den Orkan Tankstellen, man spart hier ca 5%, bei häufigem Tanken, kann es sich ggf lohnen doch die Karte zu kaufen (hierzu nutzt man den Chip, der zur Campingcard gehört).
Die Standards an den Campingplätzen sind wirklich sehr sehr unterschiedlich, ebenso auch die Preise. Sehr positiv ist uns der Campingplatz in Skaftafjäll in Erinnerung und auch VIK war gut ausgestattet. Campsite North 66.12 bei Husavik hat eine tolle Lage und immerhin eine Waschmaschine, eine gute warme Dusche und einen sehr sehr netten Betreiber.
Der Preis wird grundsätzlich je Person berechnet, es gibt sowohl in den Schwimmbädern, als auch in den Duschen am Campingplatz keinen Fön.
  • Djupivogur Camping am Hotel Flamir 3500 ISK
  • Stellplatz ohne jegliche Versorgung am Guesthouse Gerdi  (WLAN obligatorisch 500 ISK, auch wenn es sehr langsam ist ;-)) Tolle Aussicht
  • Campingplatz Skaftafjäll 3250 ISK incl. WLAN, Warmes Duschen und NutzungWaschmaschine / Trockner, sowie gute Ver- und Entsorgung
  • Campingplatz VIK 3000 ISK incl. WLAN, sonst alles Extra (500 je Trockner/Waschmaschine), (300 5 min Duschen)
  • Campingplatz Pakgil incl. Warmes Duschen 4600 ISK – kein WLAN
  • Campingplatz Landmannshellier 3000 ISK ohne Alles
  • Campingplatz Landmannalauga 4000 ISK ohne Alles, warme Dusche 500 ISK für 5 min
  • Campingplatz am Faxafoss, 15km zum Gysir, einfache Ausstattung aber perfekter Platz am See für 2000 ISK
  • Campingplatz am Kerlingafjoll 5000 ISK incl. warmer Dusche und heiße Quelle (1,1 km Fußweg am Fluss entlang)
  • Campingplatz am Hvaravellier 3800 ISK – der Duschplatz ist dreckig, Anlage nicht empfehlenswert zum übernachten, aber Stopp zur Besichtigung des
    Geländes unbedingt
  • kostenlos auf Nachfrage auf Hof ohne irgendetwas bei John in Lonkot 15 km nördlich von Hofsos
  • Olafsfjörour Camping im Preis (CC) ist auch das Schwimmbad enthalten
  • Asbyrgi Campingplatz 2.750 ISK, Dusche 300 ISK, Waschmaschine 500ISK
  • Hvammstangi -Campingcard, keine Dusche
  • Djupidalur (Westfjorde), incl. Hotpot/Schwimmbad, WLAN 3000ISK
  • Flökalundur incl Natur-HotPot
  • Isafjördur incl. Warmer Dusche (Waschmaschine/Trockner je 900 ISK)
  • Bolungarvik (Waschmaschine/Trockner je 1300 ISK; Dusche 400 ISK)
  • Camping 66.12 North Nähe Husavik (Waschmaschine/Trockner je 600 ISK)

Gesamtkosten für 10 Wochen Island:

  • Transport: Fähre ca 4 T€, Diesel für 7000km je l ca 1,25€
  • Lebensmittel: ca 1T€ (ohne Fleischprodukte, ohne Alkohol)
  • Übernachtungen: ca 800€ (mit einigen Privatübernachtungen)
  • Sonstiges: privater Bedarf Postkarten, Geschenke etc.
                                 Mit Färoer und Dänemark sind wir ca. 9.000 km gefahren in ca 110 Tagen.