Mighty Five“, „The Mighty Five of Utah“, was soll denn nun das schon wieder? Was haben sich denn da die Marketingstrategen des Bundesstaates Utah nun wieder ausgedacht? Wurde da etwa in Anlehnung, das es in Afrika die „Big 5“, die fünf großen Tiere bei Safaris zu sehen gibt, hier eine Idee übertragen, das man sich gefälligst die fünf berühmten Nationalparks im südlichen Utah anzusehen hat, ansonsten ist man kein vollwertiger Tourist?

Dabei benötigt man solch eine Bündelung der Parks gar nicht, bezaubert jeder Nationalpark für sich den Besucher und schlägt ihn, je nach Jahreszeit, in seinen Bann.

-4 Grad Celsius, und wir befinden uns gerade im schneebedeckten Bryce Canyon, dem aus unserer Sicht herausragenden Juwel unter den Utah Nationalparks. Klein und fein auf rund 2.500 Metern Höhe gelegen umwandern wir das Amphitheater, betrachten die hunderte von Hoodoos aus pinkfarbenem Sandstein mal vom Sunrise-Point, mal vom Sunset-Point, und dann noch mal vom Bryce-Point. Nicht gerade kreativ die Aussichtspunktnamen, doch dafür umso schöner.

Das die Menschen selbst in dieser kalten Winterzeit hierher strömen, das auch wir bereits als Wiederholungstäter uns nochmalig hierher begeben – dies sollte doch eigentlich als Bestätigung ausreichen, das der Bryce Canyon Nationalpark als Kleiner zu den ganz Großen gehört. Auch ohne Zusatzbezeichnung „Part of the Mighty Five“.