Die Geburt, der Beginn eines neu­en Lebens, ist immer wie­der eine span­nen­de und auf­re­gen­de Angelegenheit. Und ges­tern durf­ten wir unver­se­hens live dabei sein. Baloo mit­ten­drin. Doch von Anfang an. Wir steu­ern also den Sphinx beach an, benannt nach einer im Meer nahe des Strandes befind­li­chen Felsformation. Um den von der Natur geschlif­fe­nen Felsen als Sphinx zu erken­nen, bedarf es etwas Fantasie, doch die brin­gen wir ger­ne mit.

In Steinwurfnähe der Sphinx par­ken wir nun, beschlies­sen unse­ren Lunch, als im Hintergrund viel­stim­mi­ges Glockengeläut unse­re Aufmerksamkeit ein­nimmt. Eine gro­ße Ziegenherde, die inkl. Hütehunde und Hirt genau auf uns zusteu­ert. Och nein, den­ken wir uns so, wis­sen wir doch um die tap­fe­ren Verteidigungskünste der Hütehunde. Das wol­len wir auf jeden Fall ver­mei­den und zie­hen uns vor­sich­tig zurück, doch kei­ne Chance, wir wer­den qua­si umrun­det. Der Ziegenhirt legt sich schla­fen, die Hunde eben­falls, und die Ziegen knab­bern fleis­sig am saf­ti­gen Grün. 

Baloo parkt etwa 5 m ent­fernt von einem grö­ße­ren Felsblock ent­fernt, als sich eine Ziege von den ande­ren Tieren abson­dert und – zu unse­rer Überraschung – direkt vor Baloos Nase ein Zicklein ent­bin­det, geschützt und umrahmt vom Felsen und unse­rem LKW. Was ein Ereignis, wir sind über­wäl­tigt. Und stau­nen, das bereits nach weni­gen Minuten die ers­ten Gehversuche auf wacke­li­gen klei­nen Beinen statt­fin­den, wäh­rend die Ziegenmutter eif­rig das Kleine ableckt und mit wachem Auge die Lage um sich her­um beob­ach­tet. Hierbei betrach­tet sie uns schein­bar nicht mit Argwohn son­dern lässt uns beobachten. 

Währenddessen scheint für die rest­li­che Ziegengruppe ein Agreement zu exis­tie­ren, zu fut­tern und zu war­ten bis die jun­ge Ziegenmutter soweit für die Weiterreise bereit ist. Frisch von sei­nem Nickerchen erwacht, erfreut sich der Ziegenhirt des Zuwachses sei­ner Herde, schnappt sich kur­zer­hand das noch nicht lauf­fä­hi­ge Zicklein, gibt einen Pfiff in die Runde – und wei­ter geht es. Und wir blei­ben mit die­sem tol­len Ereignis und glück­lich im Herzen, zurück.