Nun soll es also wieder Richtung Norden gehen. Nach über 4 Monaten permanenter Südwärtsbewegung streben wir also, aus der Baja California in Mexiko kommend, zurück in die USA mit Ziel Los Angeles, der Stadt der Engel.

Nun gilt der deutsche Reisepass als einer der „wertvollsten Pässe“ weltweit, überall wird einem hiermit mit entsprechendem Visaantrag die Tür geöffnet. So glaubt man denn. Der individuell am Grenzposten verantwortliche Mitarbeiter kann aber so hie und da mal seine Entscheidungsgewalt nutzen und den Eintritt verwehren ohne Angabe von Gründen. So passiert, nach 3 Stunden Wartezeit gab es eine Ablehnung. Versuch am nächsten Tag an einem anderen Grenzübergang – es klappt, wenn auch wieder mit Wartezeit, da der Ablehnungsvermerk vom Vortag in der Datenbank scheinbar für Irritation sorgte.

Aber wie auch immer, wir sind nun wieder in den USA, treffen Dietmar und Beatrix aus Deutschland, die uns frisch eingetroffen ein paar Utensilien aus der Heimat mitbrachten. Danke nochmals hierfür 😊. Den Tipp, nahe Yuma das für uns unbekannte „Valley of Names“ zu besuchen, gab´s noch gratis dazu. Ein toller Übernachtungsplatz inmitten der Wüste, umgeben von Tausenden von steingesetzten riesigen Namensschildern.

Yuma, im südlichen Arizona gelegen, gilt als eine der sonnenverwöhntesten Regionen der Welt, entsprechend klar und wolkenlos begrüßt uns der Tag im Valley, und alleine streifen wir durch dieses Kuriosum und staunen über die künstlerischen Fähigkeiten manch früherer Besucher.

Nicht jeder Tag des Reisens ist spektakulär und aufregend, so hie und da stehen Einkäufe, Wäsche, kleinere Reparaturen auf der Tagesordnung. Wie in jedem anderen Haushalt nunmal auch. Der Einkauf funktioniert natürlich nur im Supermarkt, die kleineren Reparaturen können jedoch gerne auch mal auf einem abgelegenen Stellplatz erledigt werden, wie z.B. im Ansa Borrego State Park, zwischen Wanderung und Pause, zwischen Essen zubereiten und Hausputz.