Wir lassen die am See gelegene, auf einer Halbinsel beheimatete Stadt Kastoria hinter uns, nach dem wir nach einigen Monaten erstmalig wieder die Gelegenheit bekamen, ganz offiziell in einem Restaurant ein leckeres Abendessen einzunehmen. Das früher Selbstverständliche wird zum Besonderen.

Nahe der albanischen Grenze konkurrieren bzw. ergänzen sich zwei verschiedene Sehenswürdigkeiten, bei der auch die fotografischen Herausforderungen kaum unterschiedlicher sein können. Die Vikos-Schlucht, gelegen im Vikos-Aoos Nationalpark, gehört zu den tiefsten und spektakulärsten Schluchten weltweit und beeindruckt mit ihren zahlreichen Nebenschluchten, die auch zum Wandern einladen, einfach durch ihre imposante Größe. Die sich uns eröffnende Weite der Szenerie lässt sich leider in Bildern nie so ganz einfangen, so sehr man sich auch bemüht.

Nicht einmal 15 km entfernt erkunden wir im Anschluß ein Tal in der Gemeinde Zagori mit seinen charakteristischen epirotischen Steinbrücken, teilweise über 250 Jahre alt. Insgesamt 53 Brücken wurden in der Region gezählt, entlang unserer Straße konnten wir einige hiervon bestaunen. Nun gehen wir landläufig immer davon aus, und dies ist vielleicht unserer eigenen Romantik geschuldet, das unter einer Brücke stets ein kaltes Bächlein sprudelt. In Teilen war dies auch der Fall, doch einige Brücken können leider nicht mit diesem optischen Bonmot aufwarten, da der Bachlauf nur saisonal sprudelt. Dies in Bildern passend einzufangen, war auch hier eine kleine Herausforderung.