Also wenn ich mir den Eintrag bei Wikipedia (https://en.wikipedia.org/wiki/Valdivia) über Valdivia, an der südlichen chilenischen Küste gelegen, so durchlese, dann ist das ein durch aus turbulentes und mit reichlich Geschichte sowie Auf und Abs gezeichnetes Städtchen.

Gegründet bereits vor über 500 Jahren wechselten die Bewohner reichlich durch. Die indigene Bevölkerung der Mapuche war eigentlich immer gegenwärtig, mal schauten die niederländischen Besatzer vorbei, selbstverständlich die Spanier, mal ergänzten deutsche Auswanderer das Stadtbild.

Auch das Wetter und die geologischen Gegebenheiten setzen Valdivia (manche nennen es auch Val-Lluvia, da es ständig regnet) mächtig zu. Wetterhosen, Erdbeben, Feuersbrünste, da gab es so Einiges, um den Aufbau der Stadt wieder und wieder in Angriff zu nehmen.

Heute präsentiert sich Valdivia als touristisch gut erschlossene Stadt mit Einkaufszentren, lokalen Märkten und Verkaufsständen, die dort unter anderem die scheinbar unvermeidlichen Wollmützen und Pullover anbieten. Ausländische Touristen treffen wir nur wenige an, das gros der Besucher scheint aus Chile selbst zu kommen. Und die nutzen gerne das umfangreiche Angebot auf dem hiesigen Fluss, dem Rio Valdivia, um eine Bootstour zu unternehmen. Die Saison ist bereits vorbei, und das merken wir an den vielen geschlossenen Verkaufsbuden, die mit heruntergeklappten Holzverschlägen eher abweisend wirken. Die Stadt macht als Regenstadt ihrem Ruf alle Ehren, auch wir können erst am zweiten Tag unsere Besichtigungstour starten, die Regenjacke immer mit am Start.

Seit der Einwanderung der ersten Deutschen nach Valdivia Mitte der 1840er Jahre ist der deutsche Kultureinfluss in der Stadt spürbar. Heute wird die deutsche Sprache durch das Instituto Alemán Carlos Anwandter (auch das ihm gewidmete Museum ist sehr interessant), eine der ältesten deutschen Schulen Lateinamerikas , bewahrt . Auch die älteste Feuerwache Valdivias, Germania, die sich in Isla Teja befindet, wird von Nachkommen deutscher Einwanderer betrieben.“ Quelle: Wikipedia

Es wird in Chile kaum jemanden geben, der nicht den deutschen Namen „Kunstmann“ kennt. Denn die Bierbrauerei mit dem ungewöhnlichen Namen produziert hier im südlichen Teil des Landes seine leckeren Sorten und gehört zum Aushängeschild Valdivias. Na, darauf ein „Prost“.

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