Der Dieseltank wird bis zum Anschlag gefüllt, sprichwörtlich. Calama, in der Atacamawüste gelegen, bietet uns als letzte Großstadt die Möglichkeit zum Tanken von hochwertigem Diesel. Denn unser nächstes Ziel, Bolivien, stellt uns vor 2 Alternativen – schlechter Diesel oder mitunter gar kein Diesel auf den kommenden geplanten 1.300 Kilometern.
Mit rund 650 Litern an Bord stellt diese Distanz eigentlich kein Problem dar, doch befinden wir uns ab dem Grenzübergang Ollagüe immer über 3.600 Meter Höhe. Und da schnellt der Verbrauch aber ganz schön fix nach oben. Für uns wie auch für Baloo eine echte Herausforderung mit der dünnen Luft. Wir werden sehen, wie gut wir damit zurechtkommen.
Lamas, Alpacas sowie Vicunas fühlen sich in diesen Höhen mit den begleiterscheinenden Temperaturen richtig wohl, und auch die in einer Lagune durch das Wasser staksenden Flamingos können sich anscheinend problemlos akklimatisieren. Trotz der dünneren Luft flattern sie bei Bedarf von Ecke zu Ecke innerhalb des Lagunenbereichs, um die unterschiedlichen Gebiete nach Futter zu durchpflügen.
Während Lamas im kleinen Ort San Cristobal vor der Kirche flanieren, können wir bei einem lokalen Tourguide ein paar chilenische Pesos in Bolivianos tauschen, so ganz ohne Landeswährung in der Tasche fühlen wir uns irgendwie immer ein wenig nackt, und wenn es nur umgerechnet 50 Euro sind, die wir nun für Einkäufe auf dem Markt investieren können.
Unser eigentliches Ziel, die Stadt Uyuni, erreichen wir am Folgetag. Die auf rund 3.670 Metern Höhe gelegene Siedlung selbst ist nicht sonderlich spannend, ihre alte Geschichte als Zugknotenpunkt ist jedoch an allen Ecken und Enden zu finden. Das hiesige Eisenbahnmuseum ist einen Blick wert, das eigentliche Zentrum schnell erkundet. Doch wir werden mindestens 2 Tage und Nächte hier in der Region verbringen, und wer sich ein wenig mit Südamerika auseinandergesetzt hat, der weiß auch, warum? Wir werden berichten …


































