Im Küstenort Maldonado mit seinem vorgelagerten Cap, dem Capo Balleno, steckt Geld. Ziemlich viel Geld sogar. Zum einen zieht es hier die wohlhabenden Urus an, zum anderen wird hier einiges an argentinischem Vermögen in Betongold geparkt. In Form von Immobilien, die während des Jahres nur gelegentlich bewohnt werden, dafür aber wertstabil bleiben.
Und damit auch der Kunst genüge getan wird, und hier wollen wir als Touristen gerne partizipieren, gibt es östlich der Stadt das MACA, das „Museo de Arte Contemporáneo Atchugarry“. Dieses in Form eines Schiffsrumpfes gebaute Museum, umgeben von einem weitläufigen Skulpturenpark, ist eine echte Augenweide für Freunde der schönen Künste.
Gewidmet dem Maler und Skulpturbauer Pablo Atchugarry erfreuen wir uns an seinen Werken, die bereits in seinen jungen Schaffensjahren mit Anfang zwanzig international Beachtung fanden. Wer sein eigenes Leben mit 2 Stunden toller Kunst füllen möchte, ist hier bestens aufgehoben.
Tja, und so zuckeln wir die Küste entlang nach Maldonado und erreichen ein architektonisches Highlight, das uns so gar nicht glücklich macht. Die „Puente Leonel Viera“, eine in Wellenform erbaute Brücke über den Anoyo Maldonado, ist offiziell nur für eine Traglast von 5 Tonnen zugelassen. Nun würden wir vielleicht in anderen Ländern Südamerikas dies nur als Empfehlung wahrnehmen, doch hier in Uruguay? Eine Stadtbrücke, mit einem Polizisten in der Nähe, der uns zudem erläutert das Kameras auf der Brücke installiert sind – das schreit förmlich nach ordentlichem Umfahren. Auch wenn dies für uns 40 Extrakilometer bedeutet, schlucken wir die Kröte und fahren weiträumig zum Capo Ballena, unserem abendlichen Ziel.
Für 3 Tage und Nächte richten wir uns hier nahe des pittoresken „Museo-Taller de Casapueblo Carlos Paez Vilaro“ ein, erkunden mal zu Fuß und mal mit Baloo die Region und genießen so den ein oder anderen Sonnenuntergang. „El Mano“, eine gleichnamige Skulptur des Künstlers Mario Irarrázabal durften wir bereits in Chile inmitten der Wüste bestaunen. Die an der Punta del Este bereits 1982 erschaffene Skulptur wurde in gerade mal 6 Tagen am Strand erbaut und erfreut seitdem die erstaunten Besucher.
Versüßt wurde uns ein Sonntagnachmittag noch von einer Gruppe mit klassischen Autos, die mit Freude die ein oder anderen Blicke auf sich gezogen haben. Solch ein Ford aus dem Jahr 1928 hat mit Sicherheit kein Problem über die von uns geschmähte Brücke zu fahren, ist die frühere Leichtbauweise der Fahrzeuge sehr weit von den vorgeschriebenen 5 Tonnen entfernt.





























