Fortuna bleibt uns weiterhin wohl gesonnen, denn wir landen hier auf Südgeorgien bei guten Wetterverhältnissen am zweiten Tag ebenfalls wieder vormittags wie auch nachmittags an der Küste an. Obwohl „Fortuna Bay“ wie auch „Herkules Bay“ nur wenige Kilometer von einander entfernt liegen, gruppieren sich in der einen Bucht wieder die zahlreichen Königspinguine gemeinsam mit den diversen Ohrenrobben.
Am Nachmittag besuchen wir dagegen eine Kolonie mit Goldschopfpinguinen (auch Makkaroni-Pinguin genannt), die lebendig und munter über die Felsen springen, sich gegenseitig ankeifen und für reichlich Unterhaltung sorgen.
Unser Schiff, die M/V Sea Spirit, beherbergt nur 114 Passagiere, so dass sich die Anlandungen mit dem Zodiac in der Regel recht schnell gestalten. Die Überfahrt vom sicheren Ankerplatz an die Küste beträgt nur wenige Minuten und wird vom Expeditionsteam umsichtig und mit hervorragender Expertise begleitet. Wir versuchen natürlich möglichst viel Zeit an Land zu verbringen, und so passiert es nicht selten, dass wir die Rückfahrt im Schlauchboot mit als letzte Passagiere antreten. Zurückgelassen wird natürlich niemand, und dank eines elektronischen Erfassungssystems kann jederzeit nachverfolgt werden, ob sich denn auch alle Personen wieder an Bord befinden.
Zugegebenermaßen fällt es uns so manches Mal schon sehr schwer, sich von den kleinen Pinguinen wieder zu verabschieden, insbesondere die Goldschopfpinguine mit ihrem gelben Puschel auf dem Kopf haben es uns angetan. Mit seinen gerade mal max. 70 cm Höhe wirkt er nur etwas größer als der lustige Felsenpinguin (Rockhoppers), der ebenfalls gelben Kopfschmuck mit sich herumträgt. Doch seine Genetik verbindet den Goldschopfpinguin erstaunlicherweise eher mit dem Königspinguin, was man anhand seines Frackes so überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Ok, ich gebe zu, dass einem dieses Wissen über Pinguine nicht gerade im tagtäglichen Lebensdschungel so weiterhilft. Gehört vielleicht in die Rubrik „unnützes Wissen“, doch das gehört zum Reisen nun mal mit dazu. Wir sind auf jeden Fall gespannt, was uns hier in Südgeorgien noch so alles begegnet. Und das gibt’s hier zu Sehen und zu Lesen bei www.3weltreisen.de






























