Die USA werden gerne auch als „Land of the free“, das Land mit den vielen Freiheiten, genannt. Dies mag in mancherlei Dingen zutreffen, für uns als Touristen, die nur auf Zeit dieses weitläufige Fleckchen Erde besuchen und bereisen, erscheinen die durch Schilder reglementierten Einschränkungen zumindest visuell sehr präsent zu sein.

In Deutschland hat sich schon so manche Debatte über den Schilderwald in öffentlichen Räumen entbrannt. In den vereinigten Staaten kam uns zumindest diese Problematik noch nicht zu Ohren. Denn was für uns vermeintlich als Selbstverständlichkeit in der sozialen Umgebung verankert ist, wird im Land der unbegrenzten Möglichkeiten in umgekehrter Denkweise betrachtet. Heisst also: was nicht in Form von Verbotsschildern eingeschränkt wird, ist erlaubt. Daraus folgt, das ein – für uns zumindest – gelegentlich undurchdringlicher Schilderwald alleine schon beim Suchen eines Parkplatzes die Schweißperlen auf der Stirn entstehen lässt, um die markanten weiß-roten Schilder am Straßenrand zu entziffern.

Ein kleines Beispiel eines Parkplatzschilderwaldes in San Francisco:

  • Wegen Straßenreinigungsarbeiten ist das Parken Freitags von 12 – 14 Uhr verboten

  • Erlaubt ist aber das Parken für 2 Stunden von Montags bis Freitags von 06 – 18 Uhr, oder man hat einen Anwohnerausweis, dann gelten diese Einschränkungen nicht

  • Parken ist nur im 90 Grad Winkel erlaubt

Alles klar?

Aber auch wir lernen dazu, wie geschrieben… was nicht verboten wird, ist erlaubt.