Die Halbinsel Reykjanes, auf der sich u.a. auch die Hauptstadt Reykjavik befin­det, muss auf den ankom­men­den Reisenden via Flugzeug merk­wür­dig wir­ken. Eine 4‑spurige Autobahn, die dicht besie­del­te Metropole, eine mons­trö­se Aluminiumschmelze, wei­te Lavafelder sowie diver­se Leuchttürme an der Küste. Wer Reykjavik ver­lässt, steht nach gefühl­ten 25 m bereits im moos­über­wu­cher­ten Lavameer und es gibt kei­nen wei­chen Übergang zwi­schen Stadt und Natur. 

Die west­li­chen Spitzen waren somit für uns auch die inter­es­san­ten Regionen, die es zu besich­ti­gen gab. Denn der Kontrast der Leuchttürme, mit sur­re­al damp­fen­den Thermalkraftwerken im Hintergrund, ist gewöh­nungs­be­dürf­tig, wur­den wir doch im rest­li­chen Island bis­her mit Weite und unbe­rühr­ter Natur beglückt. Den Besuch der berühm­tes­ten Warmbadeanstalt Islands, der „blaue Lagune“, haben wir uns denn ehr­lich gesagt auch geschenkt. Nun, zum einen haben wir in den ver­gan­ge­nen Wochen schon eini­ge kos­ten­lo­se Hot Pots genies­sen dür­fen, zum ande­ren waren wir hier nicht bereit zusam­men über 70 € für die ther­mi­schen Überreste (Abwassersalzsee) des dane­ben­lie­gen­den Kraftwerkes zu löh­nen. Denn etwas ande­res ist es letzt­end­lich nicht. Marketingtechnisch klas­se gelöst 😉.