Tanja gibt mir unterwegs immer wieder mal „Aufgaben“, im Sinne von „ich möchte gerne unbedingt noch ein schönes Foto von einem Nandu“.
Jetzt muss man dazusagen, dass hier in Patagonien sogenannte Darwin-Nandus leben, auch Choique oder kleiner Nandu genannt. Wir sehen sie während unserer Fahrten hier zahlreich, gerne auch mal in größeren Familienverbünden von 20-30 Tieren. Doch sobald ich mit unserem Baloo den Motor drossele und zum Stillstand komme, spurten die Laufvögel davon, als ginge es um ihr Leben. Fotos schießen unmöglich, und ich will schließlich nicht immer nur die Hinteransicht ablichten.
Tanjas Wunsch muss also warten, und so wandern wir hier im argentinischen Teil des Patagonia Nationalparks ab unserem Stellplatz am Campingareal unsere Runden. Am Abend futtert sich eine kleine Gruppe von Nandus durchs Gebüsch – und ich wittere meine Chance. Langsam und behutsam nähere ich mich auf ca. 15 Meter – und sie flüchten nicht und lassen sich bei der Nahrungsaufnahme nicht stören, so dass mir nun endlich die gewünschten Aufnahmen gelingen – Mission erfüllt. Ich bin gespannt, was als nächster Wunsch denn so geäußert wird.
Wir hoffen immer noch auf eine zweite Pumasichtung, und hier im Park kommen wir zumindest unserem Ziel schon etwas näher. Der Wanderweg entlang der Kante eines grandiosen Canyons bietet unglaublich farbenfrohe Ausblicke in die Ferne. Doch auch im Nahen ist es spannend. Tatzenspuren auf dem Wanderweg werden von anderen Reisenden ganz in der Nähe des Campingplatzes gesichtet, und auch die Losung (Puma-poop) auf dem Pfad können wir 2x entdecken. Es gibt sie also in der Nähe, doch perfekt getarnt müssen wir wohl weiter schauen, ob es nochmalig gelingt, den Jäger der patagonischen Steppe zu entdecken. Wir bleiben dran.



















