Es ist schon immer wieder spannend zu verfolgen, woher denn Berge, Flüsse, Gletscher etc. ihren Namen verdanken. Wer ist Entdecker, welcher Person, Region oder welchem Umstand ist eine Bezeichnung gewidmet. 

Beim Perito Moreno Gletscher, einer der bekanntesten und größten Gletscher des Nationalparks Los Glaciares, steht der argentinische Geograf Perito Moreno als Pate zur Verfügung, denn insbesondere im 19. Jahrhundert erforschte dieser Patagonien sehr intensiv. Bis 1917 war tatsächlich die Bezeichnung „Bismarck Gletscher“ in Deutschland üblich. Der war wohl eher hier nicht aktiv. 

Doch warum streben jedes Jahr insbesondere hier Tausende von Besuchern an die kalbende Gletscherwand, um das Schauspiel zu bewundern? Ganz einfach – weil sie es können. Denn die Zufahrt entlang des Lago Argentino ist einfach, und ohne großen Aufwand stehen auch wir auf der Aussichtsplattform und betrachten die sich hangabwärts schlängelnde Eiszunge. Und dies nur wenige Hundert Meter von der Abbruchkante entfernt. Alleine in den 3 Stunden unseres Besuches kracht und kalbt der Gletscher mehrmalig, und für alle Besucher ist es immer wieder spannend zu verfolgen, wo und wann denn die nächste Eisschicht in das azurblaue Seewasser fällt. 

Unter anderen Umständen, hätten wir noch nie einen Gletscher gesehen, dann würde diese Begegnung sicherlich ein einzigartiger Moment werden. Doch in unserem Fall, der wir gerade 3 Wochen Antarktisexpedition erleben durften, verschieben sich die Eindrücke des Perito Moreno Gletschers von „grandios“ eher zu „nett“. Die Breitseite bei bestem Wetter zu fotografieren macht Spaß und vermittelt durchaus großes Kino, und so genießen wir ein weiteres Highlight Patagoniens. 

Nur ein paar hundert Kilometer nördlich – ja, die Distanzen in Patagonien sind eigentlich immer groß, erwartet uns rund um den kleinen Ort El Chalten das Wandermekka Patagoniens. Das Bergmassiv des Cerro Fitz Roy mit seinen 3.406 Metern Höhe bildet hier das beeindruckende Zentrum. Hier greife ich gerne den Anfang des Berichtes auf, als erster Europäischstämmiger beschrieb 1877 ausgerechnet der Geograf Perito Moreno den Berg. Er benannte ihn nach Robert FitzRoy, dem Kapitän des Forschungsschiffes Beagle, mit dem Charles Darwin fast fünf Jahre um die Welt reiste. So schließt sich der Kreis manchmal.

Sehr häufig scheint der Berg, er gehört zu des anspruchsvollsten Kletterbergen der Welt, ein wenig schüchtern. Fitz Roy versteckt sich hinter einer Wolkenschicht, die sich in permanentem Strom von der Pazifikseite aus Westen kommend, und lässt seine Besucher in Geduld üben. 

An den 5 Tagen unserer Wanderzeit in der Region hier genießen wir das immer wiederkehrende Glück freier Sicht und bestaunen das steil aufragende Granitmassiv, das mit seinen Nachbartürmen majestätisch in den Horizont ragt. Es könnte kaum besser laufen. 

In Kürze werden wir dem Namen Perito Moreno nochmalig begegnen, wo und wann, das berichten wir gerne wieder, hier bei www.3weltreisen.de. 

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