Für tol­le 10 Wochen waren wir zu Gast
und durf­ten rei­sen ganz ohne Hast
mit Baloo konn­ten wir durch die Straßen glei­ten
und ken­nen­ler­nen ach so vie­le Seiten.

Wir star­te­ten nun eigent­lich im Sommer hier
doch merk­ten wir ganz schnell, war­um ich frier´
denn der Herbst ging auch in den Winter ganz schön schnell
bin­nen kur­zer Zeit, war die Sonne nicht mehr 20 Stunden lang hell.

Regenkleidung, Mütze, Schal,
ach was war das manch so müh­sa­me Qual
im Stundentakt so brauch­ten wir ande­re Klamotten
um sich auch gegen den Wind gut abzuschotten.

Ach ja, der Wind, eigent­lich all­ge­gen­wär­tig
mal lieb­lich sanft, mal wider­wär­tig,
sorgt immer für ein span­nen­des Wolkenbild
mal fluffig rund, mal zer­zaust und wild.

Gebadet gern im heis­sen Pot
das brach­te unse­ren Kreislauf ins Lot
nie kur­ze Hose, nie mal ein­ge­cremt
für weis­se Beine hier sich nie­mand schämt.

Ein Knaller sind nun­mal die Kulissen
wie wir sie wer­den ganz arg ver­mis­sen
Wasserfälle, Vulkane, und das in Massen,
umrahmt von Gletschern, es ist kaum zu fassen.

Es herrscht eine Ruhe, es herrscht kaum Verkehr,
wir genies­sen die Stille, im Hochland und auch am Meer,
egal ob Corona, dies scheint gar so fern
die Einsamkeit Islands ist viel­leicht des Pudels Kern.

Nur weni­ge Reisende tref­fen wir wie­der und wie­der
und wer­den ver­traut – man singt fast schon Lieder
ein Nochmalsehen pas­siert oft ganz und gar unge­plant
hat ein Troll oder eine Elfe dies wohl so eingeplant ?

Tief ver­wur­zelt ist hier­in des Isländers Glaube
auf das auch noch heu­te die Mystik nicht ver­stau­be
dar­um mache nie­mals Scherze in deren Anwesenheit
auch ein Meeresungeheuer ger­ne den Nordmann erfreut.

Wir statt­des­sen erfreu­ten uns auch an der Fauna
ins­be­son­de­re die Papageientaucher, die­se klei­nen Gauner
doch auch all die Schafe, die alle Wiesen voll­ka­cken
und die süs­sen Islandpferde, mit wuschi­ger Mähne im Nacken.

Mit Dankbarkeit, ger­ne auch mit einer Träne zum Verdrücken
keh­ren wir dem Land aus Eis und Feuer nun den Rücken
mit gefüll­tem Herzen klap­pen wir nun das Kapitel „Island“ zu
den­ken – ger­ne wie­der, mit Tanja, Gunnar und Baloo.