Wir sind da, angekommen. Und haben unser angepeiltes Ziel, Ushuaia, erreicht. Und das nach 49 Monaten. Denn genau vor genau 4 Jahren und einem Monat starteten wir im Osten Kanadas, um die legendäre PanAmericana von Alaska bis zum Ende der Welt zu bereisen. Wobei wir, wie von Anfang angedacht, die PanAmericana immer nur als grobe Richtschnur betrachtet haben. Ushuaia ist natürlich nicht das Ende der Welt, doch befindet sich hier das letzte Stück Straße der Ruta 3 auf dem amerikanischen Kontinent, welches mit dem Auto befahrbar ist. Und hier sind wir, unfallfrei und wohlbehalten, rund 95.000 km später angekommen.
Das Eingangsportal von Ushuaia mit seinen beiden Türmen will natürlich von uns fotografiert werden, und wir sind angesichts der langen Reise und der nun erreichten Landmarke durchaus ergriffen und etwas stolz. Stolz auf das Erreichte, alleine organisiert über solch einen langen Zeitraum zu zweit diese abwechslungsreiche Reise geschafft zu haben.
In den letzten Wochen sind wir, um an der Ostküste Argentiniens gen Süden zu streben, auch einem eigenen, etwas fremdgesteuerten Zeitplan gefolgt. Denn hier im touristisch sehr gut erschlossenen Ushuaia sind wir mit Freunden aus Kiel verabredet. Nur 2 gemeinsame Tage und Abende stehen zur Verfügung, und die nutzen wir für ausgiebige Gespräche bei argentinischem Steak, lokalem Bier und dem ein oder anderen Pisco. Es ist unser erster, bewusst geplanter, deutscher Besuch auf unserer Reise, und das fühlt sich zugebenermaßen etwas surreal, aber richtig gut, an.
Die obligatorischen Fotos an den „Fin del Mundo“ – Schildern dürfen für uns auch nicht fehlen, während im Hintergrund die Kreuzfahrtschiffe im Hafen vor sich hindümpeln.
Wir verbringen einige Tage im nahegelegenen Nationalpark „Tierra del Fuego“, tausende anderer Touristen mit Tagespässen verfolgen das gleiche Ziel. Ob mit dem PKW, dem Kleinbus oder den großen Reisebussen, sie alle werden zu den Aussichtsplattformen gekarrt und hie und da für 20 Minuten zu Fuß durch den Wald geführt. Wir versuchen uns ein wenig abseits der klassischen Touristenströme auf den feuchten Wanderwegen zu bewegen und verbringen 3 Tage und Nächte am Ende der Welt.
Manch einer verbindet diesen geografisch gut besuchten Ort aber auch als Anfang der Welt. Dies finden wir ehrlich gesagt auch ganz charmant, kann man von hier aus auch durchaus den Reisestart ins Visier nehmen. Und alle, die sich nun gefragt haben, ob denn an dieser Stelle unsere persönliche Reise zu Ende wäre, und diese Frage wurde durchaus geäußert, können wir beruhigen – nein, denn Ushuaia ist ein schönes Zwischenziel, doch es geht für uns natürlich weiter. Wir bleiben noch ein wenig in Südamerika, obwohl …
Und wir werden wie gehabt hier berichten, bei www.3weltreisen.de .






































