Die Falklandinseln (span. Islas Malvinas) gehören zum Britischen Königreich. Und das bereits seit 1833. Wer an Argentiniens Küste entlang fährt und die Sehnsuchtsschilder vernimmt, in denen Argentinien Anspruch auf das Gebiet erhebt, könnte einen anderen Eindruck vermittelt bekommen, nämlich dass die Falkländer seit dieser Zeit unter der Britischen Krone zu leiden haben.
Im Jahr 2012 wurde auf den Falklandinseln ein Referendum abgehalten, und über 98 % der Bevölkerung sprach sich für einen Verbleib im British Empire aus. Und das merken wir durch und durch, dass dieses Fleckchen Erde so ganz anders ist wie das südamerikanische Festland.
Linksverkehr, rote Telefonhäuschen, Pubkultur, britische Inselarchitektur, wie sie auch in der Nordsee hätte stehen können. Und der unverwüstliche Klassiker, der Landrover, prägt das Stadtbild der kleinen Hauptstadt Stanley. Das Falkland Museum wird wahrscheinlich immer nur geöffnet, wenn ein Kreuzfahrtschiff anlandet, und wir werden mit tiefstem britischen Akzent empfangen, den wir so nicht erwartet hätten. Da müssen sich unsere Ohren erst einmal wieder kurzfristig auf diese Klangfarbe einstellen. Klappt irgendwie.
Wir wandern durch die nahegelegene Gypsy Cove Bay, und nachdem wir die ein oder andere Befestigungsanlage sehen, diese wurden auch 1982 im Falklandkrieg eingesetzt, finden wir eine kleine Pinguinkolonie am weißen Sandstrand, umgeben von frühlingshaftem Ginster. Kitschig schön diese Kulisse, das hat schon wieder was von britischem Humor. Wir lieben es, und sind gespannt wohin uns denn die M/V Sea Spirit in den nächsten Tagen hinschippern wird.





























