Das hervorragend erhaltene, bereits 330 v.Chr. erbaute Amphitheater bildet das Herzstück der antiken Stätte Epidaurus (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Epidauros ). Aus heutiger Sicht nach wie vor faszinierend, wie es möglich war etwa 14.000 Besucher ohne Verstärkeranlage zu unterhalten und nur die vorhandene Akustik zu nutzen.

Angeblich soll man eine herunterfallende Münze auf den in der Mitte der Bühne liegenden Bühnenring klirren hören. Das wollten wir denn nun doch einmal selbst erkunden.

In normalen Zeiten ausserhalb der Corona Pandemie wäre es uns nicht vergönnt, die Besuchermassen hätten dies mit Sicherheit verhindert. Nun, Ende März 2021, sind die archäologischen Stätten wieder geöffnet und wir geniessen das Theater – allein.

Mein Gehör ist, durch jahrelanges Trompete spielen mit Bands auf Bühnen zugebenermaßen nicht mehr das feinste, daher sind die Rollen des Akustiktests schnell verteilt. Tanja in Reihe 55 ganz oben, ich im Zentrum mit dem Blick auf die leeren Zuschauerreihen. Der Sprachtest verläuft schon einmal beeindruckend, jedes Wort meiner sinnlos zusammengestückelten Worte, wie „Sein oder nicht sein… bla…bla…bla“ kommt in der letzten Rundung des Theaters zur Geltung. Doch dann schreiten wir zum ultimativen Münztest – und „pling“, Tanja ist begeistert vom hellen, lieblichen Klang meiner 2-Euro Münze. Test bestanden.

Fazit: die hatten es echt drauf, die Griechen.