Die Halbinsel Snaefellsnes im Westen Islands wird in Werbebroschüren, Reiseführern, aber auch von Geologen gerne als das „kleine Island“ bezeichnet. Wer als Besucher Islands nicht viel Zeit mitbringt, erhält hier die Möglichkeit, eine Vielzahl von landschaftlichen Charaktereigenschaften in komprimierter Form zu erleben.

Eis, Meer und Vulkanismus haben die Halbinsel geformt und geprägt, die auf einer eigenen Vulkanzone ausserhalb des restlichen Riftsystems sitzt.

Wir finden den Einstieg von Norden kommend im kleinen Küstenort Stykkisholmur, das als alter Fischerort bereits 1596 erstmalig Erwähnung fand. Selbstverständlich existieren aus dieser Zeit keine Bauten mehr, doch die Holz- und Steinhäuser mit Charme des anfangenden 19. Jahrhunderts stehen im Kontrast zur modernen Kirche, die auf einem Hügel etwas abseits des Zentrums thront.

Nicht einmal 40 km entfernt erleben wir in den Höhenlagen des Snaefellsjökull, dem dominierenden Gletscher der Halbinsel, ein komplett anderes Island gegenüber des gemütlichen Stadtlebens von Stykkisholmur. Alleine auf rund 900 Metern wandern wir zu den Schneefeldern und bestaunen die Reste des über die Jahre kleiner und kleiner werdenden Eismassivs.

Wir sind gespannt, was wir in den kommenden Tagen noch zu Gesicht und vor die Linse bekommen werden.