Unser Fazit zur Stadt Curitiba steht nicht am Ende, sondern gleich zu Anfang: Kann man, muss man aber nicht. Warum? Das erfahrt ihr jetzt.

Bereits 1693 von den Portugiesen gegründet verfügt die Handelsstadt Curitiba über einen historischen Kern mit zahlreichen alten und kolonialen Gebäuden, die sich gut versteckt zwischen den modernen Zweckbauten befinden. Ein Rundgang verschafft uns einen guten Überblick, es herrscht ein Mix an Alltagsgeschäften zum Shoppen, ein wenig Tourismus, aber auch eine deutlich sichtbare Armut mit diversen obdachlosen Bewohnern.

Curitiba als Hauptstadt des Bundesstaates Parana ist nicht gerade als klein zu betrachten. Mit rund 1,9 Millionen Einwohnern nimmt es eine recht große Fläche ein, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten verteilen sich entsprechend auf ein weitverstreutes Areal. Wir entschließen uns also zu einem Novum, sowohl Tanja wie auch ich fuhren noch nie mit einem Touristen-Hop-On-Hop-Off-Bus. Doch wir sind wagemutig, zumal die Busrunde sich über eine knapp 40 Kilometer Strecke zieht, die reine Fahrzeit beträgt 3 Stunden. Und das also ohne die möglichen Aus- und Einstiege. Im 30-Minuten-Takt beginnen wir unsere Fahrt am pittoresken Botanischen Garten mit seinem 3-kuppeligen Gewächshaus und zuckeln so durch die Lande.

Der wichtigste Blickfänger der Stadt ist mit Abstand das Oscar-Niemeyer-Museum, dessen prägnantes überdimensionales Auge das Herz eines jeden Architekturfreundes höherschlagen lässt. Da alleine dieser Stopp rund 2 Stunden mindestens in Anspruch nimmt, sind wir froh dieses Highlight bereits am Vortag besucht zu haben. Wobei, das was an moderner Kunst im Inneren des Museums präsentiert wird, lässt uns als Kunstbanausen so manches Mal an den Satz denken: Ist das Kunst oder kann das weg?

So mancher Park und so manche Tordurchfahrt wird uns als Sehenswürdigkeit präsentiert, und so fokussieren wir uns bei den Stopps auf den Mercado Municipal sowie auf die Konzerthalle, auch Opera de Arame genannt. Im Hop-On-Hop-Off-Bus in der oberen Etage ganz vorne zu sitzen verändert natürlich auch die Fotoperspektive. Anstatt eines wohlüberlegten Fotos entstehen so nur dokumentarische Knipsbilder. Doch das ist ok, steht für uns doch bei der Rundfahrt das Live-Erlebnis im Vordergrund, um so einen weiträumigen Überblick über die achtgrößte Stadt Brasiliens zu erhalten. Und die ist OK, mehr aber auch nicht. Hop-On-Hop-Off brauchen wir so schnell nicht wieder, hat aber auch nicht weh getan. Kann man, muss man aber nicht.

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