Wie im letzten Blog beschrieben, sind die Kirchen Chiloés auf unserer rund 2-wöchigen Rundtour über die Insel unser roter Faden gewesen. 

Es wäre natürlich schade, mit Scheuklappen durch die Gegend zu fahren und all die anderen Besonderheiten des unter anderem von indigenen Bewohnern der Mapuche und Chono geprägten Archipels einfach zu ignorieren. 

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft, so kann all das Leben Chiloes gerne veranschaulicht werden. Zu Lande erleben wir als Erdenbewohner tolle spirituelle Plätze wie die „Muelle del Almas“, ein Holzsteg an der Steilküste im Westen der Insel gelegen. Ein scheinbar ins Nichts führender Steg, der die Seelen der Menschen ins Jenseits leitet.

Mit rund 150.000 Einwohnern ist Chiloé überschaubar, jede der Städte, ob Ancud, Castro, Achoa, Chonchi oder Dalcahue vermitteln Kleinstadtcharakter und lassen sich gut zu Fuß erkunden. Baloo muss sich stets seinen Platz in Nebenstraßen suchen, doch er bekommt das eigentlich ganz gut hin. 

Zu Wasser, so dominiert Ebbe und Flut das Treiben rund um die Insel und gibt den Takt des Lebens vor. Lachs- und Muschelzuchtfarmen prägen die Küstenlandschaften, und die ein oder andere große Anlage lässt uns nur erahnen, wie viele Proteine hier im Laufe eines Jahres produziert werden. Doch es gibt zum Glück auch die zahlreichen unbebauten und wilden Küstenabschnitte, an denen wir zahlreiche Delfinschulen tummeln sehen können, und sobald der Wind die Wellen höherschlagen lässt, springen die kleinen Tümmler geschmeidig auf dem Wellenkamm. 

In der Luft herrscht reger Verkehr, und die Vogelwelt begeistert uns jeden Tag aufs Neue. Denn Schwarzhalsschwäne, Uferschnepfen, Möwen, Austernfischer, Magellangänse, sie alle kommen immer wieder vorbei und bestimmen den Sound der rauen Pazifikküste. Spätestens jetzt, und hier greife ich gerne die Frage des letzten Blogberichtes gerne auf, kann man gerne beantworten: Lohnt sich Chiloe? Ja, es lohnt sich. Chiloe will entdeckt und erkundet werden, versprüht seinen Charme aber nicht offenkundig und direkt. Doch wer sich darauf einlässt, entdeckt ein Kleinod mit Charakter und Individualismus. 

„2007 hat das amerikanische Magazin National Geographic Traveller mit Hilfe einer Jury aus Fachleuten (Geographen, Tourismusforscher etc.) ein Ranking von 111 Inselparadiesen erstellt. Chiloé erreichte dabei den dritten Platz.“ Quelle: Wikipedia

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