Hier in Bari gibt es eine klei­ne Gasse inmit­ten der Altstadt, die lie­be­voll „stra­da del­le Orecchiette“, Straße der Öhrchennudeln, genannt wird. Links und rechts am Wegesrand wer­den klei­ne Stände der Anwohner zum Verkauf der selbst pro­du­zier­ten, in Apulien behei­ma­te­ten Orecchiette, plat­ziert. Mit 5 € / je Kilogramm nicht gera­de ein Schnäppchen, doch wann erhält man schon mal die Gelegenheit, fri­sche hüt­chen­för­mi­ge Pasta, ger­ne mit Tomatensoße ergänzt, nach einem weit­läu­fi­gen Stadtrundgang glück­lich mit nach Hause zu neh­men und spä­ter für 3 min in das kochen­de Wasser zu geben. 

Die selbst pro­du­zier­ten Öhrchen wer­den, 2 – 3 cm im Durchmesser, aus­schliess­lich aus Hartweizengrieß her­ge­stellt. Variantenreich sahen wir mal die grü­nen Spinatteilchen, mal mit Chili oder Kurkuma, fürs Zubeissen auch mal als Vollkorn. 

Der Herr auf dem Statuenbild, cool schein­bar das „Peacezeichen“ in die Luft stre­ckend, soll­te jedem Kind des christ­li­chen Glaubens wohl ver­traut sein, denn es han­delt sich um kei­nen ande­ren als den hei­li­gen Nikolaus, der regel­mä­ßig am 6.Dezember den Kleinen Gaben in den Schuh steckt. Gleich neben­an in der Krypta der Basilika San Nicola lie­gen die Gebeine des wohl popu­lärs­ten Heiligen, ein­ge­bet­tet in einem Marmorsarg. 

Die Suche nach einem nächt­li­chen Standplatz, mög­lichst attrak­tiv natür­lich, fällt ins­be­son­de­re in der Nähe von Großstädten etwas schwe­rer, zumal zum einen es mög­lichst lei­se sein soll, zum ande­ren auch unge­stört. Hier, an der Ostküste Apuliens rund 10 km süd­lich von Bari, konn­ten wir mal wie­der ein klei­nes Schätzchen direkt am Strand ent­de­cken. Auch wenn die Schnellstrasse nicht zu weit ent­fernt ist, so wer­den die Geräusche vom lieb­li­chen Rauschen des Meeres über­la­gert. Tanja, mei­ne lie­be Platzsucherin – wie­der alles rich­tig gemacht 😊.