Wir verlassen Südgeorgien und erreichen nach 3 Tagen und Nächten mit der M/V Sea Spirit die Gerlache Strait, eine Meerenge vor der antarktischen Halbinsel. Einige Passagen sind recht rumpelig, mit Wellenhöhen von bis zu 4 Metern eigentlich moderat, über die vielen Stunden hinweg dann doch für uns und unser Wohlbefinden etwas anstrengend. Nicht wirklich übel, doch genug um während der verbleibenden Zeit auf See nicht am Rechner mit der Bildbearbeitung weitermachen zu können.
Das Expeditionsteam sorgt für Unterhaltung an Bord, Fachvorträge, Fotoworkshops, Filmdokumentationen sorgen für Kurzweiligkeit. Und die obligatorische Reinigung der Ausrüstung wird überprüft, damit keine Schmutzpartikel, keine unerwünschten Keime und Samen von Südgeorgien in die Antarktis mit uns wandern. Alles schon sehr umsichtig.
Die Gerlache Strait gewährt uns unwirkliche Ausblicke back- und steuerbords während der langsamen Durchfahrt, zum Schutz der Wale dürfen die Schiffe nur mit max. 10 Knoten (ca. 19 km/h) passieren. Schroffe steilabfallende Berge wechseln sich mit Gletschern und riesigen Eisfeldern ab, und wir landen vormittags unsere erste Station, Ketley Point, an.
Eselspinguine und ein paar wenige Weddellrobben sorgen für tierische Unterhaltung bei unserem Landausflug, doch hier in diesem Umfeld stellen sie nur eine Ergänzung zur weißblauen Kulisse dar. Eisschollen treiben an uns vorbei, und die Naturformationen lassen die Herzen aller Fotografen höherschlagen.
Auch der nachmittägliche Ausflug mit dem Zodiac auf die Lautaro Insel gewährt uns diese Ausblicke, hier stapfen wir tapfer einen Hügel hinauf, um die Perspektive der schneebedeckten Szenerie zu erweitern. Die Plattform eines kleinen Leuchtturms wird von den Eselspinguinen eingenommen, die weißen Streifen auf dem felsigen Boden zeugen davon das die Pinguine sich hier schon seit längerem ziemlich wohl fühlen. Verständlich, sorgt der Leuchtturm wahrscheinlich mit dafür, dass sich Fressfeinde der kleinen Frackträger eher fernhalten.
























